Mittwoch, 31. Mai 2017

28.5.2017 Heute steht Syrakus auf dem Programm

Mit Syrakus kommen wir heute - am vorletzten Tag dieser Reise - zum Beginn unseres ersten Sizilienaufenthalts im Jahr 1999 zurück; allerdings ist das Wetter diesmal deutlich besser als damals zu Ostern.
SYRAKUS nimmt eine herrliche Lage an der Ostküste Siziliens ein, dazu gehört auch die Ortygia-Insel, wo sich die meisten Zeugnisse der glorreichen Vergangenheit der Stadt befinden. Die Stadt wurde 734-733 v. Chr. von einer Gruppe korinthischer Kolonisten gegründet und bald zu einer der mächtigsten Städte Siziliens. Der Name geht auf das nahe gelegene Sumpfgebiet Syraka zurück.
Wir beginnen mit dem Parco archeologico della Neàpoli, wo sich der größte Teil der Bauwerke des klassischen und römischen Syrakus befinden. Er wurde 1952-54 eingerichtet:  das Teatro Greco aus dem 5. Jh. v. Chr., das im 3. Jh. erweitert wurde.
Das Theater wurde ganz in den Fels gehauen, hat einen Durchmesser von 138 m und fasste gut 15.000 Zuschauer. Ein Großteil der Bauelemente aus Kalksteinblöcken wurde unter Karl V. als Baumaterial zur Befestigung Ortigias abgerissen.
Oberhalb des Theaters befindet sich im Norden auf einer Terrasse eine Gräberstraße, die eine Länge von 150 m hat. Hier hingen Bilder der Ahnen und der Helden. In der Mitte der Gräberstraße liegt ein Nymphaion, dessen Quelle von zwei Aquädukten gespeist wurde.  
Das Wasser der Grotte diente in spanischer Zeit dem Betrieb von mehreren Wassermühlen
Westlich des Theaters befinden sich Latomien, Steinbrüche, aus denen die Sklaven die Baumaterialien brachen. Sie dienten auch als Gefängnisse. Die größte Latomie ist die Latomia del Paradiso, die an einigen Stellen 45m tief ist.
Am bekanntesten ist in dieser Latomie das Ohr des Dionysios, Orecchio di Dionisio, eine künstliche Aushöhlung von 65m Länge, 5-11m Breite und 23m Höhe, die nach oben hin abnimmt und in einem Spitzbogen endet.
 Von Caravaggio stammt angeblich die Legende, dass Dionysios hier seine Gefangenen einsperrte, um am oberen Ende auch die leisesten Gespräche abhören zu können.
Neben dem Ohr des Dionysios liegt die Grotta dei Cordari. Sie wurde nach den Seilern benannt, die Jahrhunderte lang die Feuchtigkeit in der Höhle für ihre Arbeit nutzten. 
 Die Vegetation in der Latomia del Paradiso ist phantastisch






Den Kern der antiken Stadt bildet aber die Insel Ortygia: Wir fahren mit dem Taxi auf den Piazza Duomo. Im Hintergrund links am Beginn des Platzes der Palazzo Beneventano del Bosco auf der rechten Seite gegenüber Vermexio-Palast - heute Sitz des Rathauses

Der Dom wurde im 7. Jh. auf den Relikten eines dorischen Athenatempels errichtet. Er wurde vielfach umgebaut und erneuert. Die Freitreppe und die Barockfassade mit den majestätischen Säulen und Statuen von Marabitti wurden im 18.Jh. hinzugefügt.



An der Südseite des Platzes die Santa Lucia alla Badia-Kirche, die nach dem Erdbeben von 1693 als Barockkirche wieder aufgebaut wurde.
Blick auf das Castello Maniace an der Südspitze der Insel, ein Beispiel für die Architektur Kaiser Friedrichs II. und seiner Macht
An der Ostküste wandern wir wieder Richtung Norden
weiter zum Piazza Archimede mit dem figurenreichen Artemis- oder Dianabrunnen, der 1906 von Giulio Moschetti geschaffen wurde 

 In der nächsten Trattoria gibt's ein köstliches Mittagessen 
 

Abendessen heute in der Villa Pulieta













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