Mittwoch, 31. Mai 2017

29.5.2017 Letzter Tag in Catania - Abflug etwas verspätet um ~ 22h

Um 10h verlassen wir die Villa Pulieta am Lido di Noto. Vor unserem Abflug (lt. Plan um 21.15h) wollen wir noch bleibende Eindrücke in Catania sammeln, der 2. größten Stadt Siziliens, die 729 v. Chr. von chalkidischen Kolonisten gegründet wurde.
Wir parken nahe des Domplatzes auf einem Parkplatz beim Club Nautico Catania und wandern über die Via Teatro Massimo zum Piazza Vincenzo Bellini. Vor der Kulisse des Teatro Massimo Bellini - ein Opernhaus, das 1880 mit Vincenzo Bellinis  Norma eingeweiht wurde - nehmen wir einen Espresso
Das Zentrum der Stadt bildet der Domplatz, in der Mitte steht der Elefantenbrunnen, das Symbol Catanias, entworfen von Battista Vaccarini. Der Elefant - nach einem einheimischen Zauberer 'Liotru' genannt - trägt einen Obelisk, der aus dem römischen Circus Catanias stammen soll.
 Die Kathedrale wurde zwischen 1078 und 1093 von Graf Roger erbaut. Sie wird von zwei mächtigen Türmen flankiert und hat die Form einer Wehrkirche. Die Fassade wurde im 18. Jh. von Vaccarini entworfen und ist reichlich mit Plastiken und Bildnissen geschmückt. Das dreischiffige Innere mit einem weiten Querschiff weist drei Apsiden auf.
Der hölzerne Chor mit Szenen aus dem Leben der hl. Agathe wurde Ende 16. Jh. geschnitzt,

rechts vom Chorraum befindet sich die Kapelle der Heiligen Agathe, die neben dem prächtigen Portal auch die Silberurne der Heiligen aufbewahrt.

Nach einem Besuch des Marktes von Catania gleich neben dem Domplatz nähern wir uns an zahllosen Kirchen vorbei der Juristischen Fakultät der Universität 


 Der Hauptsitz der Universität befindet sich schließlich im ehemaligen Benediktinerkloster San Nicolò l'Arena. Der große Bau umfasst zwei Höfe mit Bogengängen und Loggia.







Die Fenster haben prunkvolle Verzierungen, im östlichen Hof kamen Ausgrabungen aus griechischer Zeit zu Tage.


 
 

Mit einem der schönsten Plätze der Stadt, der Piazza del Universita, geht eine schöne Reise zu Ende


28.5.2017 Heute steht Syrakus auf dem Programm

Mit Syrakus kommen wir heute - am vorletzten Tag dieser Reise - zum Beginn unseres ersten Sizilienaufenthalts im Jahr 1999 zurück; allerdings ist das Wetter diesmal deutlich besser als damals zu Ostern.
SYRAKUS nimmt eine herrliche Lage an der Ostküste Siziliens ein, dazu gehört auch die Ortygia-Insel, wo sich die meisten Zeugnisse der glorreichen Vergangenheit der Stadt befinden. Die Stadt wurde 734-733 v. Chr. von einer Gruppe korinthischer Kolonisten gegründet und bald zu einer der mächtigsten Städte Siziliens. Der Name geht auf das nahe gelegene Sumpfgebiet Syraka zurück.
Wir beginnen mit dem Parco archeologico della Neàpoli, wo sich der größte Teil der Bauwerke des klassischen und römischen Syrakus befinden. Er wurde 1952-54 eingerichtet:  das Teatro Greco aus dem 5. Jh. v. Chr., das im 3. Jh. erweitert wurde.
Das Theater wurde ganz in den Fels gehauen, hat einen Durchmesser von 138 m und fasste gut 15.000 Zuschauer. Ein Großteil der Bauelemente aus Kalksteinblöcken wurde unter Karl V. als Baumaterial zur Befestigung Ortigias abgerissen.
Oberhalb des Theaters befindet sich im Norden auf einer Terrasse eine Gräberstraße, die eine Länge von 150 m hat. Hier hingen Bilder der Ahnen und der Helden. In der Mitte der Gräberstraße liegt ein Nymphaion, dessen Quelle von zwei Aquädukten gespeist wurde.  
Das Wasser der Grotte diente in spanischer Zeit dem Betrieb von mehreren Wassermühlen
Westlich des Theaters befinden sich Latomien, Steinbrüche, aus denen die Sklaven die Baumaterialien brachen. Sie dienten auch als Gefängnisse. Die größte Latomie ist die Latomia del Paradiso, die an einigen Stellen 45m tief ist.
Am bekanntesten ist in dieser Latomie das Ohr des Dionysios, Orecchio di Dionisio, eine künstliche Aushöhlung von 65m Länge, 5-11m Breite und 23m Höhe, die nach oben hin abnimmt und in einem Spitzbogen endet.
 Von Caravaggio stammt angeblich die Legende, dass Dionysios hier seine Gefangenen einsperrte, um am oberen Ende auch die leisesten Gespräche abhören zu können.
Neben dem Ohr des Dionysios liegt die Grotta dei Cordari. Sie wurde nach den Seilern benannt, die Jahrhunderte lang die Feuchtigkeit in der Höhle für ihre Arbeit nutzten. 
 Die Vegetation in der Latomia del Paradiso ist phantastisch






Den Kern der antiken Stadt bildet aber die Insel Ortygia: Wir fahren mit dem Taxi auf den Piazza Duomo. Im Hintergrund links am Beginn des Platzes der Palazzo Beneventano del Bosco auf der rechten Seite gegenüber Vermexio-Palast - heute Sitz des Rathauses

Der Dom wurde im 7. Jh. auf den Relikten eines dorischen Athenatempels errichtet. Er wurde vielfach umgebaut und erneuert. Die Freitreppe und die Barockfassade mit den majestätischen Säulen und Statuen von Marabitti wurden im 18.Jh. hinzugefügt.



An der Südseite des Platzes die Santa Lucia alla Badia-Kirche, die nach dem Erdbeben von 1693 als Barockkirche wieder aufgebaut wurde.
Blick auf das Castello Maniace an der Südspitze der Insel, ein Beispiel für die Architektur Kaiser Friedrichs II. und seiner Macht
An der Ostküste wandern wir wieder Richtung Norden
weiter zum Piazza Archimede mit dem figurenreichen Artemis- oder Dianabrunnen, der 1906 von Giulio Moschetti geschaffen wurde 

 In der nächsten Trattoria gibt's ein köstliches Mittagessen 
 

Abendessen heute in der Villa Pulieta













Dienstag, 30. Mai 2017

27.5.2017 Noto - die Hauptstadt des Barock

Nach dem Frühstück im schönen Garten der Villa Pulieta steht heute Noto auf dem Programm, die Stadt, die vom Europarat als Hauptstadt des Barock bezeichnet wurde

Die Stadt wurde beim Erdbeben 1693 so gründlich zerstört, dass sie aufgegeben und näher an der Küste wieder aufgebaut wurde, unglücklicherweise - wie sich beim Erdbeben 1990 herausstellte an einem geologisch unsicheren Plateaurand. Bevorzugtes Baumaterial für die Kirchen und Paläste war heller Kalktuff aus der Umgebung.
Wir parken an der Porta Reale und wandern den Corso Emanuele - mit seinen zahlreichen Bauten aus dem 18. Jh. - entlang zur Kirche San Franziskus mit dem Kloster Santissimo Salvatore im Hintergrund
Innenansicht der Franziskanerkirche
Die Kathedrale San Nicolò, der Dom von Noto, wurde nach dem Erdbeben von 1694 bis 1703 als Hauptpfarrkirche errichtet, später erweitert und bis 1770 im Stil des sizilianischen Barocks vollendet. Die Kathedrale ist über eine breite Freitreppe erreichbar. Charakteristisch ist die doppeltürmige, durch Säulen gegliederte, Fassade. 

Gleich gegenüber dem Dom steht der Palazzo Ducezio, das heutige Rathaus, erbaut von Vincenzo Sinatra (1720-1765). 
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Auf dem Piazza Municipio machen wir Rast für Gelati / Espresso ..... 
Der Piazza XVI Maggio mit dem barocken Herkulesbrunnen wird von der konvexen Vorderfront der Kirche San Domenico (1703-1727) aus honigfarbenem Tuffstein überragt
das Teatro Comunale aus dem Jahr 1842 auf der anderen Seite des Platzes


  





Samstag, 27. Mai 2017

26.5.2017 Fahrt von Realmonte über Ragusa nach Lido di Noto

Wir brechen etwas vor 10h von Lido Rosello nach Ragusa auf, wo wir um 12:40h ankommen und in die Stadt wandern. Diese Gegend bildet eine "Insel innerhalb der Insel", da seit Einführung der Erbpacht im 15.Jh. das Land in kleine mit Trockenmauern umgebene Landstriche aufgeteilit ist.
Ragusa wurde vom Erdbeben 1693 stark zerstört, dadurch wurde die Stadt zweigeteilt: in die Oberstadt, Ragusa "supra", die nach den Kriterien der barocken Stadtplanung oben entstand, und Ragusa "Ibla", das ebenfalls im Barockstil, aber auf dem vorhandenen mittelalterlichen Straßennetz mit dem Gewirr von verwinkelten Straßen und Treppen aufgebaut wurde.
Blick von der Brücke der Via Roma
Die Kathedrale wurde zwischen 1706 und 1760 erbaut, der Spitze Kampanile lässt die Fassade asymmetrisch erscheinen.
 Am Piazza S. Giovanni die Kirche Maria SS Adolorata
      
Blick auf Ragusa Ibla vor dem Stiegenabgang

Ragusa Ibla von Ragusa supra aus gesehen

Zwischen 17-18h bezogen wir dann die schöne Villa Pulieta im Gebiet von Lido di Noto
Und genießen abends eine köstliche Fischplatte im Restaurant Shirocco.